Ania Nowak
Ania Nowak nähert sich künstlerisch der Verletzlichkeit und dem Verlangen mit dem Ziel, neu zu imaginieren, wozu Körper und Sprache in der Lage sind und wozu nicht. Dabei entwickelt die Künstlerin Formate wie Live- und Videoperformance, Installation und Text. In ihrer Praxis arbeitet Nowak zu Körpern und deren nichtlinearen Fähigkeiten zum Fühlen und Denken und beschäftigt sich so mit den Schwierigkeiten von Gemeinschaftlichkeit und Fürsorge in Zeiten ständiger Krisen. In ihrem Werk versucht sie, die Konzepte Unordnung, Lust, Krankheit, Intimität, Schmerz, Sexualität, Klasse und Zugänglichkeit als Orte eines von binärem Denken befreiten Lebensentwurfs neu zu imaginieren. Nowak arbeitet mit alternativen Bildungswegen in Osteuropa zusammen, wie zum Beispiel der Kem School in Warschau oder der School of Kindness in Sofia. Ihre Arbeiten wurden vielerorts präsentiert, so zum Beispiel in der Berlinischen Galerie, im HAU Hebbel am Ufer, der Akademie der Künste, der KW Pogo Bar, Sophiensäle, Berlin; dem Museum of Contemporary Art Kiasma, Helsinki; der La Casa Encendida, Madrid; am Nowy Teatr, Warschau; auf der 14th Baltic Triennial des CAC Vilnius und der 12th Gothenburg Biennale. Nowak hatte kürzlich Einzelausstellungen im Museum für Moderne Kunst in Warschau und in der Galerie Wedding in Berlin. Sie lebt und arbeitet zwischen Berlin und Warschau.