Louisa Elderton / Klaus Speidel
Schreiben über und durch die Kunst. Von Kunstkritik zum kreativen Schreiben
10. – 15. 8. 20
Sie sind Künstler*in und verstehen auch das Schreiben als Teil Ihrer Praxis? Sie sind Kunstkritiker*in, Kunsthistoriker*in oder Journalist*in und schreiben über Kunst? Sie sind Kurator*in oder Galerist*in und beschreiben Details der Praxis von Kunstschaffenden? Sie würden gerne professionell schreiben? Oder sind Sie Kunstliebhaber*in und möchten sich gerne im Schreiben ausprobieren? Dieser Kurs schafft den Raum, wo Sie sich ausschließlich aufs Schreiben konzentrieren können – mit der Unterstützung und Anleitung von Fachleuten, die mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Kunstwelt besitzen.
Nach einer fundierten Einführung ins Schreiben über Kunst, liegt der Schwerpunkt auf der Praxis des Schreibens und Redigierens. Wir untersuchen die verschiedenen Arten des Schreibens über die Kunst, von der Renaissance bis heute, und sprechen über die verschiedenen Ansätze dazu. Wir untersuchen, wie Form, Stil, Stimme und Narrativ unterschiedlich eingesetzt werden können und experimentieren mit dem Gelernten. Sie wählen die Richtung, die Sie dabei einschlagen möchten. Der Kurs vermittelt Ihnen grundlegende Werkzeuge und Regeln zur Entwicklung Ihres eigenen Schreibstils.
Aufgrund der Einschränkungen, welche die aktuelle Coronakrise für manche Menschen darstellt, können Sie auf zwei Arten teilnehmen: Sie können entweder nach Salzburg kommen oder Sie nehmen per Fernunterricht teil. Wir sehen diese Kombination als Gelegenheit zum Experimentieren: durch die Augen einer anderen Person betrachten; anwesend und gleichzeitig weit weg sein. Studierende vor Ort in Salzburg arbeiten einerseits mit jenen zusammen, die aus der Ferne teilnehmen, andererseits mit Kunstschaffenden. Und gemeinsam werden wir uns mit den Komplexitäten des Schreibens über Kunst beschäftigen.
Eckdaten
- Ort
- Festung Hohensalzburg / online (hybrid)
- Datum
- 10. – 15. 8. 20
- Mitzubringen sind
- Etwas zum Schreiben – ein Laptop oder Stift und Papier.
- Unterrichtssprache
- Englisch/Deutsch
Louisa Elderton
Louisa Elderton ist eine britische Kunstkritikerin, Autorin und Redakteurin, die in Berlin lebt. Sie ist geschäftsführende Redakteurin bei ICI Berlin Press, einem unabhängigen, gemeinnützigen Verlag, der radikale Fragestellungen, vielfältige Stimmen und neue Ansätze in der akademischen Forschung fördert, und war kürzlich auch Text- und Redaktionsleiterin für die Bergen Assembly 2025. Ihre Texte wurden in zahlreichen Publikationen veröffentlicht, darunter Artforum, Art Monthly, Artnet News, Art Review, Frieze, Flash Art, Harper's Bazaar, Mousse, The New York Times, Vogue und viele mehr, sowie in Galerie- und Museumskatalogen und Künstlermonografien. Sie verfügt über weitreichende Erfahrung in der Arbeit für Kulturinstitutionen und Galerien und war von 2019-2022 Kuratorische Redakteurin am Gropius Bau, Chefredakteurin des Side Magazins für die Bergen Assembly 2022 und freiberufliche Managing Editor für die KW Institute for Contemporary Art. Von 2016-2019 war sie Projektredakteurin der gefeierten „Vitamin“-Reihe von Phaidon und Inhaltsredakteurin von Great Women Artists, und von 2011-16 war sie Kuratorin & Artist Liaison bei Blain|Southern. Mit einem Master-Abschluss in „Curating the Art Museum“ vom Courtauld Institute of Art spezialisierte sie sich auf das Lernen und die Interpretation und arbeitete im Rahmen dessen in der Forschungsabteilung der Tate.
Webseite
Publikationen
Ausgewählte Zeitschriften & Zeitungen
“Thea Djordjadze: Become Like a Resonance Chamber” in: Plus Magazine, Issue 9, 2025.
“Is Smell the Next Big Thing?” in: Artnet News, 28. Dezember 2025.
“Yayoi Kusama Is Still One of Our Most Important Artists” in: Frieze, 30. Oktober 2025.
“How Ukrainian Artists Are Grappling with the War” in Artsy, 4. März 2025.
“Mortal Machines: Mire Lee” in: Flash Art, Issue 343, Herbst, 2024.
“An Electric Temple of Culture Fires Up“ in: The New York Times, 11. September 2019.
Ausgewählte Buchbeiträge
An Endless Play of Surfaces: The Paintings of Erik Schmidt (Essay für Ausstellungskatalog von KINDL, Berlin, 2025).
Vitamin V: Video and Moving Image in Contemporary Art (Phaidon, 2025).
Vitamin Txt: Words in Contemporary Art (Phaidon, 2024).
Vitamin C+: Collage in Contemporary Art (Phaidon, 2023).
Prime: Art’s Next Generation (Phaidon, 2022).
Birds: Exploring the Winged World (Phaidon, 2021).
Ausgewählte redaktionelle Arbeiten
Editor of Bergen Assembly 2025 Reader: across, with, nearby (Bergen Assembly 2025).
Copyeditor of Against Morality by Rosanna McLaughlin (Floating Opera Press, 2025).
Copyeditor of Imperfect Solidarities by Aruna D'Souza (Floating Opera Press, 2024).
Chief Editor of Side Magazine: Yasmine and the Seven Faces of the Heptahedron (Bergen Assembly/Wirklichkeit Books, 2022).
Managing Editor of Dayanita Singh: Dancing with my Camera (Gropius Bau/Hatje Cantz, 2022).
Managing Editor of Yayoi Kusama: A Retrospective (Gropius Bau/Prestel, 2021).
Project Editor of Vitamin D3: New Perspectives in Painting (Phaidon, 2021).
Content Editor of Great Women Artists (Phaidon, 2019).
Klaus Speidel
Klaus Speidel, ist promovierter Philosoph, preisgekrönter deutscher Kunstkritiker, Kurator und Kunsttheoretiker. Er schreibt für verschiedene Printmedien, wie zum Beispiel die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Spike und The Art Newspaper. Er ist Mitbegründer des Verein K und moderiert Crit Cross. A Forum on Art Criticism. Derzeit lehrt er Kunstgeschichte, Kunst und Kuration in Wien sowie Bildtheorie in Paris.
Publikationen
Zeitschriften & Zeitungen
„The Sorrows of Young Andy. Andy Warhol Exhibits. A Glittering Alternative. mumok Wien“, in: Spike Art Quarterly #66, Winter 2020/2021
„Steirischer Herbst Graz aka Paranoia TV: Altes Broadcasting“, im artmagazine.cc, 20. Oktober 2020.
„Sie wollen uns erzählen“ in Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17. April 2019.
Magazinartikel
„‘Telling in Time’ Extended: How Single Pictures Convey Stories, Evoking Suspense, Curiosity, Surprise and Relief“ in Poetics Today, Vol. 41, 2020 (i.E.) (EN).
„Pictorial Narrative with Tension and Relief“ in Storyworlds. A Journal of Narrative Studies, 10.1–2, 2020.
Buchbeiträge
„Stabile Bilder der fragilen Schöpfung: Von Bildern der Natur zur Natur als Bild“ in Fragile Schöpfung, Johanna Schwanberg (Hg.), Dom Museum Wien, 2020.
„Witz, Würdigung und Remix. Rückbezug als Innovation in der zeitgenössischen Zeichnung und Fotografie“ in Comeback. Kunsthistorische Renaissancen, Nicole Fritz (Hg.), Kunsthalle Tübingen, 2019.
Bosch & Pitié. Agathe Pitié. Visionen des Jüngsten Gerichts, Gemäldegalerie der Akademie der Bildenden Künste, Wien, 2019.