In diesem Kurs gehen wir davon aus, dass nichts zu klein, banal oder flüchtig ist, um nicht zum Ausgangspunkt für eine neue Fragestellung zu werden. Bei mehreren Exkursionen in Salzburg werden die Teilnehmenden Objekte, Gesten, Geräusche und die subtilen Interaktionen wahrnehmen, die die Stadt während der Festivalsaison beleben.
Da ich mit der Stadt gut vertraut bin, kann ich Sie sowohl an bekannte als auch weniger sichtbare Orten führen und ihnen so Begegnungen mit Materialien und Situationen ermöglichen, die sonst vielleicht unbeachtet geblieben wären. Sie sollen Gelegenheit haben, um die Rituale der Stadt, ihre Spannungen sowie das gesellschaftliche und politische Theater zu beobachten, das sich neben (und hinter) den barocken Fassaden abspielt. All diese Begegnungen bilden die Grundlage für Ihre individuellen Forschungsarchive.
Im Atelier führen die Teilnehmenden strukturierte Übungen durch. Dabei gelten spezifische zeitliche, materielle oder auch methodische Einschränkungen, mit dem Ziel, die eigenen Potenziale der Beobachtung und des Ausdrucks in diversen Medien auf die Probe zu stellen und zu erweitern. Tägliche Gespräche am Runden Tisch und fortlaufende Gesprächsunterstützung (in der Gruppe und einzeln) werden helfen herauszufinden, welche Begegnungen Resonanz finden und wie sie zu konzeptionellen Anknüpfungspunkten werden können.
Beim abschließenden Open Studio kommen alle Teilnehmenden zusammen und präsentieren Teile ihrer Recherche in Form von Feldnotizen, Vorträgen, Experimenten und ersten konzeptionellen Strukturen.
Eckdaten
- Ort
- Festung Hohensalzburg
- Datum
- 17. – 29. 8. 26
- Unterrichtssprache
- Englisch (Deutsch möglich)
- Teilnahmegebühr
- 670 Euro (ermäßigt 495 Euro)
- Voraussetzungen
- Bereitschaft zum Experiment. Freude an der Arbeit in der Gruppe und einzeln.
- Mitzubringen sind
- Notizbuch und Stift/Bleistift, bevorzugte Arbeitsmittel und Materialien. Laptop oder Tablet (nicht unbedingt erforderlich, aber nützlich), bequeme Wanderschuhe.
- Maximale Anzahl von Teilnehmenden
- 20
Heinz Riegler
Heinz Riegler (geb. 1969, Wien) arbeitet als interdisziplinärer Künstler mit Klang, Installation, Video und Performance und lebt zurzeit im Territorium der Kabi Kabi im australischen South East Queensland. Rieglers Arbeit geht von aufmerksamen Beobachtungen und Begegnungen mit Materialien aus. Derzeit komponiert er Musik für einen Spielfilm und entwickelt ein langfristiges Ausstellungsprojekt zum Thema Familiengeschichten und Vererbung von Gewalt. Außerdem führt er eine fortlaufende Reihe von Installationsarbeiten fort, die auf der Entdeckung von 104 russischen Lernrobotern basiert, die auf einem Parkplatz in einem australischen Vorort entsorgt wurden.
Webseite
Ausstellungen
Ausstellungen und Performances
2024 Caress, Installation, bb15, Linz (AT).
Ghosts, Installation, MTGAIA, Hallein (AT).
2023 Supply Chain, Installation, Kuiper Projects, Brisbane (AU).
Berlin, Symphonie einer Großstadt, live score, Gallery of Modern Art (GoMA), Brisbane.
2022 Homo Sapiens, live score, ACMI, GoMA, NFSA, Melbourne; Brisbane; Canberra (AU).
2019 Score For Uncertainty #3, Monash Museum of Art (MuMA), Melbourne (AU).
2018 Score For Uncertainty #2, Institute of Modern Art (IMA), Brisbane.
2017 Radome Disco, Installation mit Leonhard Muellner und Johannes Schwaighofer, Klangdom Kulm (AT).
Score For Uncertainty #1, Installation/Performance, Galerie Fünfzigzwanzig, Salzburg (AT).
2015 Sleep Health, Performance, Spectaculare Festival, DOX, Prag.
2014 Sleep Health, Performance, Dark Mofo Festival (MoNA), Hobart (AU).
Sunken Houses, Installation, mit Brad Marsellos, BRAG, Bundaberg (AU).
2013 Score For a Mineral Landscape, Installation, mit Allyson Reynolds, CRAG, Caboolture (AU).
Publikationen
Publikationen und Veröffentlichungen:
Pear Feet and Square Words [LP], Room40, 2021.
Sleep Health [LP], Room40, 2014.
Allyson Reynolds and Heinz Riegler - Score For a Mineral Landscape, Scott Whitaker (.ed), published by Doggett Street Studios, Australia 2013.
One Thousand Dreams I Never Had [LP], Room40, 2012.
Score For a Mineral Landscape [LP], Alsergrund, 2012.