Brix_furoshiki dragon scales - Walter Bruno Brix, fuoshiki dragon scales
Bewerbung

Walter Bruno Brix

Mending Life
20. 7. – 1. 8. 26

Brix_Ainu vest (2) - Walter Bruno Brix, Ainu Weste. Walter Bruno Brix, Ainu Weste.
Brix_blue trouser (2) - Walter Bruno Brix, Blue Pants. Walter Bruno Brix, Blue Pants
oktober-2013 - Walter Bruno Brix, Haarklammer, seit 2010, Herrenjacke, weiß bemalt, mit gesammelten Haarklammern Walter Bruno Brix, Haarklammer, seit 2010, Herrenjacke, weiß bemalt, mit gesammelten Haarklammern

Textiltechniken gehören zu den frühesten kulturellen Errungenschaften der Menschheit, und bis heute sind Stoffe unsere zweite Haut. Durch die industrielle Revolution wurde die Herstellung von Textilien aus den Händen genommen. Dies mündete in Fast Fashion, einem Trend, der für uns und unsere Umwelt schädlich ist.

Heute verstehen wir den engen Zusammenhang zwischen Denken und händischem Tun. Nähen und Reparieren mögen einfache Tätigkeiten sein, aber sie eröffnen einen weiten Spielraum, in dem wir unsere Kreativität und handwerkliche Fähigkeiten zurückgewinnen können.

Der Workshop konzentriert sich auf traditionelle japanische Handnähtechniken wie Sashiko. Es geht darum, das künstlerische Potenzial von Textilien auszuloten, um Möglichkeiten zu entwickeln und anzuwenden. Außerdem sollen die Teilnehmer*innen verschiedene Nähtechniken erlernen, damit sie ihre eigenen Ideen umsetzen können und sich mit den Perspektiven vertraut machen, ihren künstlerischen Ausdruck durch die Arbeit mit Textilien zu verfeinern.

Ort
Festung Hohensalzburg
Datum
20. 7. – 1. 8. 26
Unterrichtssprache
Englisch (Deutsch und Japanisch möglich)
Teilnahmegebühr
670 Euro (ermäßigt 495 Euro)
Voraussetzungen
Handnähkenntnisse sind von Vorteil. Geduld, Freude an Detailarbeit und langwierigen Arbeitsprozessen.
Mitzubringen sind
Laptop, Kamera/Mobiltelefon, Papier, mittelweicher schwarzer Bleistift, Buntstifte, Anspitzer, Lineal länger als 25 cm, verschiedene Textilien (Kleidung und Stoffe) aus Baumwolle, Leinen usw., wenn möglich gebraucht und mit Gebrauchsspuren; Glasstifte, Nadeln in verschiedenen Größen, verschiedene Fäden (dickere und dünnere) in kontrastierenden Farben, gute Stoffschere, Papierschere, Maßband, Fingerhut.
Maximale Anzahl von Teilnehmenden
20

Walter Bruno Brix

Walter Bruno Brix wurde in Süddeutschland geboren. Eine starke Affinität zu Japan hat ihm viele intensive Begegnungen und erstaunliche Möglichkeiten in seinem Leben beschert. Noch während einer handwerklichen Lehre begann er mit künstlerischen Arbeiten, in denen das Handwerk und die Traditionen Japans eine wichtige Rolle spielen. Nach einem Studium der japanischen Sprache lebte er eine Zeitlang in Japan, um sich dort intensiv mit den textilen Traditionen auseinander zu setzen. Weitere Aufenthalte nutzte er, um in die Kunst der Papierherstellung einzutauchen und sich mit der Tradition der buddhistischen Textilien vertraut zu machen. Zurück in Europa setzte er seine Erkenntnisse als Wissenschaftler ein, um Sammlungen japanischer und später auch chinesischer und koreanischer Textilien zu erforschen. Es entstanden Kataloge, und er kuratierte Ausstellungen in Museen. Sein Wissen vermittelt er in Seminaren und Workshops. Dabei greift er auf einen großen Fundus an eigener praktischer Erfahrung zurück. Die Zusammenarbeit mit Künstlern und Handwerkern, wie Carter Smith, Hiroe Ogawa oder Helmut Kunkel bereichern seinen Erfahrungsschatz ebenso wie die Arbeit für einen Kunstverein in Köln. Bis heute steht in seiner wissenschaftlichen wie künstlerischen Arbeit das Handwerk als Quelle der Inspiration.

Ausstellungen

2024 Second Life – Upcycling Kunst und Kunsthandwerk, Kreismuseum Zons (DE).
2021 Editz und Rosa Stein – Leben zwischen Judentum und Christenheit, Kirche Christi Auferstehung, Köln (DE).
2020 Mit Stich und Faden, Museum August Macke, Bonn (DE).
2017 Die Sprachen des Textilen, Museum Villa Rot, Burgrieden (DE).
2014 Wanderlust Poste Restante, Atelier 301, Frankfurt (DE).
Unclean Project, SomoS, Berlin.
Kunstroute Ehrenfeld, als Gast im Atelier Boehm/Dohmen, Köln.
2013 Gestickt eingefädelt, Galerie Hinterland, Wien.
Trügerisch, Frauenherzen, mit Peer Boehm, Museum für verwandte Kunst, Köln.
Poste Restante, tadlachance, Cuges (FR).
Zedernduft und Frühlingsnebel, Kimonoausstellung, Tenri, Köln.
Eleonore Prochaska, Stadtarchiv Danneberg (DE).
Alter Angle, SomoS, Berlin.
Privat, 68elf e.V., Köln.
Spuren und Schatten, Museum für Asiatische Kunst, Berlin.
2012 Das seh ich anders – Dank dir, 68elf e.V., Köln.
Finale, Kunstraum 22, Köln.
It’s raining men, Ausstellungsraum Jürgen Bahr, Köln.
2011 Mein Liebling, 68elf e.V., Köln.
Ist es am Rhein so schön?, 68elf e.V., Köln.
Fadenspiel, Kunstraum pro arte, Hallein (AT).
Der andere Blick, 68elf e.V, Köln.
Reliquien aus dem Paradies, Stadtmuseum Neuötting (DE).
2010 Mapping the Body, Ausstellungsraum Jürgen Bahr, Köln.
2010 Heimat, Kunstraum sixteen, Zug (CH).

Publikationen

2023 Tausend Stiche – Tausend Pfade: kesa – buddhistische Umhänge in japanischer Tradition. Interpretiert und umgesetzt von Rosmarie Gabathuler, Sistranz/München. https://www.agenturauguste.de/project/tausend-stiche-1000-pfade/

2020 Drachen aus goldenen Fäden – Chinesische Textilien aus der Sammlung des Deutschen Textilmuseums. https://www.na-verlag.de/programm/a/af/afw/drachen-aus-goldenen-faeden-2/

2018 Vom Ursprung der Muster – Eine Sammlung seltener Protoschablonen aus Japan, Zons/München. https://okumi.wordpress.com/publikationen-books/vom-ursprung-der-muster/

2014 Kesa – Flickwerk zur Erleuchtung, Basel/München. https://okumi.wordpress.com/publikationen-books/kesa-flickwerk-zur-erleuchtung/