Francis Ruyter - Francis Ruyter, Louise Rosskam: Washington D.C. Canning class conducted by the Mother's Club at the Barney neighbourhood houses, Southwest Washington, 2015, 2,50 x 6 m.

Francis Ruyter

Painting Pictures
1. – 13. 8. 22

Was bedeutet es, sich im Kontext einer globalen Beschleunigung der Bildproduktion der Malerei zu widmen? Können wir etwas tun, um uns diesem kollektiven Blick anzuschließen, ihn zu vermitteln oder ihn sogar in etwas zu verwandeln, das produktiver erscheint, als es das derzeitige Geschehen häufig tut? Oder müssen wir am privaten Bereich der unmittelbaren Erlebnisse festhalten und ihn wertschätzen?

Painting Pictures bezieht sich auf die Praxis der Verwendung von fotografischem Ausgangsmaterial, auf das Malen erkennbarer Themen, und gleichzeitig auf den Punkt, ab dem ein gemaltes Bild zu einem Bild wird, das jenseits seiner eigenen Materialität existiert.

Durch die Beschreibung von Gegenständen können die Studierenden lernen, wie ein Werk als ein Mittel der Kommunikation funktioniert und wie die Wahrnehmung zu einem Werkzeug für die Erschaffung von Realitäten werden kann. Wir werden uns mit der Bedeutung der grundlegenden, jedoch wertvollen und komplexen malerischen Konzepte „Figuration“ und „Repräsentation“ befassen. Der Unterricht findet nicht als Vorlesung statt, sondern wird in Form von Gesprächen abgehalten. Es wird reichlich Zeit für die Arbeit im Atelier und für individuelle Beratungen geben.

Ort
Festung Hohensalzburg
Datum
1. – 13. 8. 22
Mitzubringen sind
Materialien und Werkzeuge für das bevorzugte malerische Medium
Unterrichtssprache
Englisch
Co-Lehrender
Oliver Riedel

Francis Ruyter

Francis Ruyter wurde 1968 in Washington DC geboren. Er beschäftigt sich mit den Themen Stil und Wiedererkennungswert bei der Bilderzeugung. Diese Arbeit verbindet er mit sozialen und technologischen Kräften, die das gegenwärtige Erleben und die historische Archivierung vorantreiben.


Am besten bekannt ist er für seine Arbeitstechnik mit sehr hohem Wiedererkennungswert. Diese bezieht sich auf fotografische Quellen und, eingegrenzt von Umrandungen aus gleichmäßig aufgetragenen schwarzen Linien, wird die Farbe unmoduliert, glatt und flach aufgetragen. Obwohl diese Technik oft als sein charakteristischer Stil bezeichnet wird, zieht er es vor, ihn als Darstellung eines Mediums zu betrachten, das vielleicht irgendwo zwischen Malerei und Fotografie liegt.


Im Jahr 2008 begann er, sein eigenes fotografisches Quellenmaterial durch das FSA/OWI-Archiv der Library of Congress mit Fotografien aus der Zeit der Wirtschaftsdepression zu ersetzen. Dabei verortete er konzeptionell „das Archiv“ als Subjekt, anstatt eigene Lebenserfahrungen abzubilden.


Die Zusammenarbeit mit anderen Künstlern hatte für Ruyters stets einen hohen Stellenwert und ist ein wesentlicher Bestandteil seiner künstlerischen Praxis. Derzeit lebt er in Wien, wo er seit der Eröffnung der Galerie Lisa Ruyter im Jahr 2003 mehr als 30 Ausstellungen mit Werken anderer Künstler organisiert hat. Er war einer der Gründer von Team Gallery in den Jahren 1995/96–2001. Aktuell ist er Vorstandsmitglied der Vereinigung Bildender KünstlerInnen Wiener Secession.

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Ausstellungen

Einzelausstellungen
2020 Let Us Now Praise Famous Men, Neuer Kunstverein Wien. Such Wet Eyes, Song Song, Wien. 2019 Hurricane/Time/Image, FRANZ JOSEFS KAI 3, Wien. 2018 Let Us Now Praise Famous Men, Galeria Senda, Barcelona (ES). 2015 Let Us Now Praise Famous Men, Eleven Rivington, New York, NY (US). 2012 Let Us Now Praise Famous Men, CONNERSMITH, Washington DC. 2012 Let Us Now Praise Famous Men, Alan Cristea Gallery, London


Gruppenausstellungen
2020 God in reverse: When wisdom defies capture, The Richmond Art Galery, Richmond BC, CA (US). Spaces of no control, Austrian Cultural Forum, New York, NY (US). 2018 History in the Making, Alan Cristea Gallery, London. City Fabrics, ARCC, Wien. Queer, Kunstforum Montafon, Schruns (AT). 2017 Publishing as an artistic toolbox, Kunsthalle Wien. This is the sea, Big Mak / artmonte-carlo salon d’art, Monaco