Im Zentrum des Kurses steht eine Malerei, die Eigenständigkeit und Witz, Skurrilität und das Absurde, Karikatur und das politische Geschehen in den Vordergrund stellt und nicht das Glänzen mit virtuosen Oberflächen. Wir versuchen eine Malerei, die bewusst auf den persönlichen Kunstkoeffizienten setzt, der laut Marcel Duchamp die Differenz zwischen dem ist, was man zu erreichen hofft, und dem, was man tatsächlich zustande bringt. Es ist hier Sache der Malerei, darauf zu fokussieren, warum man sich in Form und Farbe mit einem gewissen Thema auseinandersetzen will.
Der Prozess der Bildfindung kann über das Durchforsten der Medien zu tagespolitischen Themen und die Herstellung von Zeichnungen und Collagen laufen, die dann entweder für sich stehen oder als Vorlage für das Bild fungieren.
Angestoßen wird die Verwendung mehrerer Ebenen im Bild, Einbezug der Spannung zwischen Gegenstand und abstrakter Form, Kontextualisierung des Bildes durch einen Sprung in den Raum mittels Wandzeichnung oder einfacher Plastiken aus Papier und Pappe.
Es wird eine praktische Einführung gehalten, wie man mit Öl und Acrylfarben hantiert und den Untergrund dafür gut präpariert. Weiters werden Modelle in der Klasse sein, die kostümiert in Szene gesetzt werden. Die TeilnehmerInnen sollen in der Kurszeit die Möglichkeit haben, ihre Arbeit unter diesen Vorzeichen in der Gruppe zur Diskussion zu stellen und werden in Einzelgesprächen zur kritischen Bildbetrachtung angehalten.
Eine Bildproduktion unter diesen Aspekten soll die Vielfalt in den Ausdrucksmitteln der TeilnehmerInnen mehren und das Vertrauen in unabhängiges Kunstschaffen und in die eigene Intuition gleichermaßen stärken.
Assistenz: Ulrika Segerberg, Markus Proschek