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Pressemeldungen

Presseinformation

Internationale Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg 2013 - Resümee

26.08.2013


22. Juli – 31. August 2013
Internationale Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg 2013 – Resümee

Dieses Jahr fanden 21 ein- bis vierwöchige Kurse auf der Festung Hohensalzburg, in der Alten Saline Hallein und im Kiefer Steinbruch Fürstenbrunn statt. Von den ca. 300 Teilnehmenden aus 44 Ländern waren fast 60% unter 35 Jahre alt. Die Anzahl der Studierenden in diesem Jahr entsprach der Anzahl der Teilnehmenden in den beiden Vorjahren, 2013 gab es im Vergleich zu 2012 einen Kurs weniger, d. h. es kam zu einer besseren Auslastung der Kurse insgesamt.
Die internationale Attraktivität der Sommerakademie führt die erneute enorme Steigerung der Stipendienbewerbungen auf 634 (2012: 480) in diesem Jahr deutlich vor Augen.
Die Vorträge und Diskussionen zum Thema Professionell, dilettantisch, genial? und die insgesamt 38 Veranstaltungen wurden von ca. 4.800 BesucherInnen wahrgenommen.

60-jähriges Jubiläum
Die Internationale Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg feierte das Jubiläum mit einem Festakt in der TriBühne Lehen in Salzburg in Anwesenheit von Bundespräsident Heinz Fischer, Landesrat Heinrich Schellhorn, Gemeinderat Wolfgang Gallei (in Vertretung von Bürgermeister Heinz Schaden) und der Direktorin der Sommerakademie Hildegund Amanshauser. Der Wiener Kurator und Publizist Martin Fritz stellte im Gespräch mit ORF Redakteur Hannes Eichmann seine Forschungsergebnisse zur 60-jährigen Geschichte der Sommerakademie vor.
Herausgegeben von Hildegund Amanshauser für die Internationale Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg erschien die Publikation Das schönste Atelier der Welt. 60 Jahre Internationale Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg im Jung und Jung Verlag, Salzburg und Wien.


Programm 2013
Das Kursprogramm 2013 stand unter dem Motto „Das Terrain der Kunst“ und befasste sich mit dem Erforschen, Definieren und Deuten des Terrains, in dem Kunst sich ereignet, produziert, präsentiert und vermittelt wird. Die Teilnehmenden wurden in den Kursen dabei begleitet, ihren eigenen künstlerischen Kosmos zu entdecken, sich Freiräume zu schaffen und diese aus- und umzubauen. Ausgebucht waren die Kurse von: Nancy Adajania, Norbert Bisky, Leya Mira Brander, Tania Bruguera, Hanspeter Hofmann, Mara Mattuschka, Lucy Sarneel, Hubet Scheibl.

Das seit 2010 thematisch ausgerichtete und für alle Interessierten frei zugängliche Veranstaltungsprogramm widmete sich in diesem Jahr dem Thema Professionell, dilettantisch, genial? – eine der zentralen Themenstellungen der 60-jährigen Geschichte der Internationalen Sommerakademie. Bei Oskar Kokoschka, der 1953 die Sommerakademie auf der Festung Hohensalzburg gründete, konnten ausnahmslos alle ohne jegliches Aufnahmeverfahren studieren. Die Frage nach dem Verhältnis von professionellen KünstlerInnen und AmateurInnen begleitete seitdem die Geschichte der Sommerakademie. Das gemeinsame Studium von professionellen KünstlerInnen und AmateurInnen wurde in den Vorträgen und Mittagsgesprächen zur Diskussion gestellt.

Durchweg hohe Qualität bewiesen die Mittagsgespräche aller Lehrenden. Die KünstlerInnen präsentierten die Bandbreite ihres Werks und ihrer Arbeitsweise.

Die Highlights
Besondere Attraktion hatte der Kurs von Thomas Kilpper in einem Abbruchhaus nahe der Alten Saline in Hallein. Alle Oberflächen des Hauses wurden zu Druckstöcken für Holz- Linoleum-, Plastik-, Kachel- und Mauerschnitte, aus denen unter anderem riesige gemeinschaftliche Arbeiten entstanden, die bei der Schlussausstellung in der Alten Saline in Hallein präsentiert wurden.
Die Klassen von Bassam El Baroni und Nancy Adajania widmeten sich kuratorischen Studien und waren extrem produktiv wie die Schlusspräsentationen und die Rückmeldungen der Studierenden zeigen, die in diesem Jahr insgesamt äußerst positiv, z.T. enthusiastisch, ausfielen.

Unter den öffentlich zugänglichen Veranstaltungen fand der Aktkurs von Katharina Karner, der nicht nur für Studierende sondern für alle Interessierte offen war, großen Anklang. Ebenfalls die Stadtspaziergänge, kuratiert von Bärbel Hartje, waren extrem gut besucht und äußerst beliebt; insbesondere die Performance des jungen in Salzburg lebenden Autors Marko Dinic und die Führung eines Experten aus der Salzburger Mülltaucherszene.


Unter den Vorträgen im Künstlerhaus sei derjenige von Ralph Rugoff, Direktor der Hayward Gallery in London, erwähnt. Er analysierte die auffallende Präsenz des Amateurismus in der Gegenwartskunst und sah diese als logische Gegenbewegung der zunehmenden Hyperprofessionalisierung. Kommentiert wurde dieser Vortrag von Tania Bruguera, die einen Kurs zur „Arte Útil“ (nützliche Kunst) gab.

Dokumentation
In diesem Jahr wurde erstmals eine Künstlerin eingeladen, täglich über die Sommerakademie zu bloggen. Ksenija Pantelic, Illustratorin und Autorin aus Belgrad, fing auf eindrückliche Weise die Stimmung bei den Studierenden und Lehrenden ein, war bei allen Veranstaltungen dabei und berichtete lebendig und abwechslungsreich im Summer Academy Blog darüber.
Sina Moser, die Salzburger Künstlerin und Filmemacherin dokumentierte die Vortrags- und Diskussionsreihe sowie drei Mittagsgespräche. Die Videos sind in Kürze hier auf Youtube zu sehen.

Ausblick 2014
2014 werden die Kurse der Sommerakademie in erster Linie auf der Festung Hohensalzburg stattfinden, mit einer Dependance im Steinbruch in Fürstenbrunn und einzelnen Satelliten in der Stadt Salzburg. So wird beispielsweise Robert Kuśmirowski einen Public Art Kurs in der Stadt anbieten.

Diesen Sommer fand der Zertifizierungsprozess für das Österreichische Umweltzeichen statt. Es ist davon auszugehen, dass die Internationale Sommerakademie im nächsten Jahr das Zeichen verliehen bekommt. Der Prozess hat insgesamt zwei Jahre gedauert und unter anderem einen ausführlichen Leitbildprozess beinhaltet.
Das Leitbild finden Sie hier.

Weitere Informationen und Bildmaterial
Johannes Greiner presse@summeracademy.at, +43 (0) 669 19 29 25 93
Bärbel Hartje baerbel.hartje@summeracademy.at, +43 (0) 662 842 113

Pressebilder stehen hier zum Download bereit.

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