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Pressemeldungen

Presseinformation

Internationale Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg 2012 - Resümee

22.08.2012

Dieses Jahr fanden 22 ein- bis vierwöchige Kurse auf der Festung Hohensalzburg, in der Alten Saline Hallein und im Kiefer Steinbruch statt. Von den ca. 310 TeilnehmerInnen waren mehr als 50% unter 30 Jahre alt. Das Durchschnittsalter wurde dieses Jahr erneut signifikant gesenkt, gleichzeitig konnte der Professionalisierungsgrad deutlich erhöht werden. Die  internationale Attraktivität der Sommerakademie führt die erneute Steigerung der Stipendienbewerbungen auf ca. 480 (2011: 370) in diesem Jahr deutlich vor Augen.
51 Veranstaltungen zum Thema Atelier wurden von ca. 5.100 BesucherInnen wahrgenommen.

Kursprogramm 2012
Das Kursprogramm 2012 stand unter dem Motto „In den Abgrund springen und sogleich wieder auftauchen“. Dies bezog sich auf die aktuelle politische und gesellschaftliche Situation ebenso wie auf die künstlerische Produktion, die für KünstlerInnen immer das Wagnis bedeutet zu scheitern und die Hoffnung, zu neuer Erkenntnis zu gelangen. Immer mehr KünstlerInnen, die bereits eine gewisse Karriere gemacht haben, besuchen unsere Kurse, um nach neuen Wegen und Anregungen für ihre künstlerische Produktion zu suchen. Insofern hat das Motto in diesem Jahr unter den Teilnehmenden einen hervorragenden Anklang gefunden.
Viele der Kurse nahmen darüber hinaus direkten inhaltlichen Bezug auf unser Motto 2012, so z.B. Tania Brugueras Political Timing Specific, Christoph Schäfers Zeichnen als Wunschmaschine: Die Stadt neu erfinden oder Christopher Roths Crises, changes, clash – towards a new contemporaneity.

Ausgebucht waren die Kurse von: Leya Mira Brander, Milena Dragicevic, Juan A. Gaitán/Maria Lind, Hanspeter Hofmann, Mara Mattuschka, Manfred Pernice, Krystyna Piotrowska, Katharina Sieverding und What, How & for Whom/WHW.

Veranstaltungsprogramm 2012
Das seit 2010 thematisch ausgerichtete und für alle Interessierten frei zugängliche Veranstaltungsprogramm widmete sich in diesem Jahr dem Atelier als Ort künstlerischer Produktion. Ein Thema, das u.a. in der umfangreichen Vortragsreihe kontrovers und auf einer breiten Ebene diskutiert wurde. Diese reichte von einer Einführung in die Geschichte des Ateliers seit dem 19. Jahrhundert von Jon Wood (Henry Moore Institute Leeds, GB) bis zu den Themen Die Stadt ist unsere „Factory“, Politische Interventionen und Arbeiten in Kollektiven oder The Global/Local Studio. Vortragende waren u.a. prominente KünstlerInnen wie Katharina Grosse, Christian Jankowski oder Carey Young, KuratorInnen und KunsthistorikerInnen wie Jens Hoffmann, Bojana Pejic, Bisi Silva, oder Philip Ursprung.

Auffallend hohe Qualität bewiesen die Mittagsgespräche aller Lehrenden, die die ganze Bandbreite unterschiedlicher Zugangs- und Nutzungsweisen des Ateliers hautnah vor Augen führten.
Auch die diesjährige Fotografin zu Gast Dahlia Maubane aus Johannesburg griff das Jahresthema Atelier für ihr fotodokumentarisches Projekt über die Sommerakademie auf. In der Reihe Salzburg erkunden bei der dieses Jahr acht Salzburger Ateliers besucht wurden, kam es zu spannenden Begegnungen zwischen den TeilnehmerInnen und in Salzburg arbeitenden KünstlerInnen.

Dokumentation
Alle Veranstaltungen 2012 wurden mit Texten (Ian Macgregor Morris) und Fotografien (Isabella Hager) im Summer Academy Blog dokumentiert und kommentiert. Filmmitschnitte (Laura Kokoshka) der Vortrags- und Diskussionsreihe sowie von zwei Mittagsgesprächen finden sich in Kürze auf Youtube.

Ausblick 2013
Die Internationale Sommerakademie 2013 findet von 22. Juli bis 31. August statt. In diesem Jahr
feiert die Sommerakademie ihr 60jähriges Bestehen. Dies wird zum Anlass genommen, die Geschichte und aktuelle Positionierung intensiv zu befragen. Im Juli 2013 wird eine Publikation im Verlag Jung und Jung erscheinen. Derzeit arbeitet Martin Fritz (www.martinfritz.net)an einem Forschungsauftrag zur Geschichte der Sommerakademie, der in einem ausführlichen Essay für das Buch mündet. Erstmals wird dabei auch die Ära Stuppäck einer genauen Analyse unterzogen. Darüber hinaus wird die Publikation ein fiktives Interview mit Oskar Kokoschka beinhalten, das anhand von Zitaten aus Briefen, Reden und Tagebüchern die Geschichte und Intention der „Schule des Sehens“ nachzeichnet. Statements von Lehrenden und Studierenden aus sechs Jahrzehnten runden die Publikation ab.
Geschichte und Aktualität der Sommerakademie und der Kunstausbildung ganz allgemein wird das Thema eines internationalen Symposiums im nächsten Sommer sein.


Weitere Informationen


Bildmaterial in hoher Auflösung zum Download finden Sie hier


Susanne Tiefenbacher presse@summeracademy.at, +43 (0) 664 1442114
Bärbel Hartje baerbel.hartje@summeracademy.at, +43 (0) 662 842 113


 

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