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Pressemeldungen

Pressemitteilung

Internationale Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg Programm 2010, Schwerpunkte Malerei und künstlerische Techniken

03.05.2010

Das Programm 2010 der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg bietet 20 Klassen mit Lehrenden aus 14 Ländern Europas, Amerikas, dem Nahen Osten und aus Australien an. Es ist dies das erste Programm, das Hildegund Amanshauser, Direktorin seit März 2009, alleine verantwortet.

Ein Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf Malerei. Insgesamt sieben Klassen arbeiten ausschließlich oder unter anderem mit diesem Medium: Sonia Abian, Lucy McKenzie, Ulrica Lundberg, Rebecca Morris, Katrin Plavcak, Dierk Schmidt, Christina Zurfluh. Ulrica Lundberg und Lucy McKenzie fokussieren ihre Klassen explizit auf Malereitechniken. Lundberg leitet einen Kurs zum Thema Stillleben und wird sich dabei mit malerischen Darstellungsfragen beschäftigen. Ausgehend vom realen Objekt wird sie fragen, wie beispielsweise unterschiedliche Lichtquellen das Objekt verändern und wie die entsprechenden Lichtqualitäten im Bild darstellbar sind. Dieser Kurs widmet sich also so grundlegenden Fragen wie Oberflächen, Raum und Perspektiven. Ulrica Lundbergs präzise Bilder erzählen etwas sehr Persönliches und navigieren gleichzeitig in den Gewässern des allgegenwärtigen zeitgenössischen Bilderstroms.
Termin: 9. – 23. August 2010

McKenzie gibt mit ihrer Klasse Atelier Dekorationsmalerei eine Einführung in traditionelle handwerkliche Techniken wie Trompe-l’oeil, Rapport, Schablonenmalerei, Maserieren und Marmorieren, deren Handwerk bereits nahezu verschwunden ist. McKenzie geht es dabei um eine Erweiterung der künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten mit dem Nebeneffekt, dass alte Traditionen, altes Wissen weiter getragen wird und in einem völlig neuen Kontext wieder aufscheint.
Lucy McKenzie verbindet eine Fülle von Ansätzen zu einer konzeptuell fundierten und optisch üppigen Praxis, die sich vielfach mit den Zielen der Arts-and-Crafts-Bewegung deckt. An der Grenze zwischen Kunst und Dekoration angesiedelt, nutzen ihre großen Trompe-l'oeil-Gemälde die räumliche Wirkung, die eine überwältigende Innengestaltung auf den Betrachter ausübt. Zu ihren letzten Einzelausstellungen zählen Präsentationen im Museum Ludwig in Köln 2009 und im MOMA New York 2008)
Termin: 19. Juli – 2. August 2010

Künstlerische Techniken wird auch Thema des Theorieprogramms der Sommerakademie 2010 sein, das Mitte Mai veröffentlicht werden wird.
Betrachtet man die Geschichte der Kunst und der Kunstakademien im 20. und 21. Jahrhundert, zeigt sich, dass künstlerische Techniken im engeren Sinn als Malereitechniken, Druckgrafik, Steinbildhauerei oder Aktzeichnen, spätestens seit der Konzeptkunst vor allem im westlichen Bildungskontext zunehmend obsolet geworden sind und abgeschafft wurden. Welche Techniken sind anstelle der traditionellen handwerklichen Techniken nun getreten? Kann man überhaupt noch von künstlerischen Techniken sprechen? Gibt es spezifische künstlerische Methoden, oder ist es gerade die Möglichkeit, die Methoden und Verfahrensweisen immer wieder neu zu erfinden, die künstlerische Arbeit auszeichnet? Performance, Installation, Videokunst, soziale und politische Intervention – ist es sinnvoll diese Genres unter dem Aspekt der künstlerischen Technik zu analysieren und zu lehren? Welche künstlerischen Methoden sind dem relativ neuen Feld der künstlerischen Forschung adäquat? Dies sind nur einige Fragestellungen, die in den Diskussionen und Vorträgen zur Sprache kommen werden. Folgende Vortragenden haben bereits zugesagt: Beatrice von Bismarck, Jörg Heiser, Gertrud Sandqvist, Kristine Stiles.

www.summeracademy.at
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