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Die älteste europäische Sommerakademie

Die Internationale Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg, 1953 von Oskar Kokoschka als „Schule des Sehens“ auf der Festung Hohensalzburg gegründet, ist die älteste ihrer Art in Europa.
Zwei Grundsätze sind es, denen die Sommerakademie bis heute treu geblieben ist: die Internationalität der Lehrenden und der Kursteilnehmenden sowie das gemeinsame Studium von professionellen KünstlerInnen, Kunststudierenden und Kunstinteressierten.

Die besondere Akademie

Die Internationale Sommerakademie ist mit keiner anderen Institution direkt vergleichbar. Sie ist eine Institution der Erwachsenenbildung und misst sich an der Qualität staatlicher Kunstausbildung. Sie steht in der Tradition der „Volxhochschulen“ der 1920er Jahre, die Bildung für alle auf höchstem Niveau propagierte. Die Salzburger Sommerakademie ist prinzipiell für alle Interessierten offen. Gut zwei Drittel der Teilnehmenden sind Profis (KünstlerInnen und Kunststudierende). Alle Teilnehmenden durchlaufen ein Bewerbungsverfahren bei dem die Lehrenden über ihre Aufnahme entscheiden.

Salzburg

Die Internationale Sommerakademie ist ein Teil der Salzburger Kunst- und Bildungslandschaft und strebt nach Kooperationen in diesem Feld. Mit ihrem umfassenden, für die Öffentlichkeit bei freiem Eintritt zugänglichen Veranstaltungsangebot leistet sie einen wesentlichen Beitrag zum lokalen Vermittlungsangebot für zeitgenössische Kunst. Sie versteht sich als wichtiger Arbeitgeber für KünstlerInnen und an der Arbeit in Kultureinrichtungen Interessierte.

Kursprogramm

Nach Diskussion mit dem Team, den Lehrenden und Teilnehmenden verantwortet die Direktorin eigenständig das Programm. Internationalität, Vielfalt, Qualität und Zeitgenossenschaft sind die wesentlichen Kriterien für das Kursprogramm. Derzeit finden innerhalb von sechs Wochen ca. 20 Kurse an den beiden Standorten Festung Hohensalzburg und Kiefer Steinbruch Fürstenbrunn sowie an weiteren temporären Standorten statt, die ein bis vier Wochen dauern. Die Lehrenden sind autonom in der Wahl ihrer Thematiken und Methoden. Kennzeichen der Kurse sind die tägliche intensive Auseinandersetzung mit Produktion, Reflexion und Präsentation von Kunst, die in permanentem, intensiven Kontakt mit den Lehrenden und den anderen Kursteilnehmenden stattfindet. Das Hinterfragen der eigenen Rolle als KünstlerIn im sich ständig verändernden Kunstbetrieb spielt eine wichtige Rolle ebenso wie die Etablierung internationaler Netzwerke. Das Erlernen künstlerischer Techniken ist je nach Bedarf in den Kursen integraler Bestandteil. Die Arbeit in der Gruppe und kursübergreifend ist ebenso bedeutend wie die individuelle Produktion und Weiterentwicklung. Auf maximal acht Teilnehmende kommt ein/e Lehrende/r, die Gruppen umfassen 12 bis maximal 25 Teilnehmende.

Ziele

Ziel des Kursprogramms ist es, dass die Teilnehmenden ihre eigene künstlerische/kuratorische/schreibende Produktion ebenso weiterentwickeln wie ihr Wissen um aktuelle Diskurse und den Kunstbetrieb. Die Bildung neuer Netzwerke ist Teil dieses Prozesses. Ziel des frei für alle zugänglichen Veranstaltungsprogramms ist es, ein hochkarätiges diskursives Angebot für Interessierte in der Stadt Salzburg anzubieten, das sich aktuellen Fragen der Kunst, des Kunst- und Kulturbetriebs und brennender gesellschaftlicher Entwicklungen widmet. Allgemeines Ziel der Sommerakademie ist es die internationale Wahrnehmung Salzburgs als wichtiger Standort für zeitgenössische Kunst zu verstärken.

Organisationsform, Finanzierung und Ressourcen

Die Internationale Sommerakademie ist eine betriebsähnliche Einrichtung des Landes Salzburg. Sie wird von Stadt und Land Salzburg zu gleichen Teilen finanziert. Weiters wird sie vom Bundeskanzleramt - Kunstsektion unterstützt, die Eigeneinahmen setzen sich aus den Kursgebühren und diversen anderen Einnahmen zusammen. Die Direktorin ist dem Arbeitsausschuss, einem Gremium aus PolitikerInnen und VertreterInnen der Verwaltung von Stadt und Land Salzburg und des BKA, Rechenschaft schuldig. Die finanzielle Gebarung ist den Grundsätzen der Sparsamkeit und Zweckmäßigkeit verpflichtet. Transparenz gehört dazu ebenso wie ein ressourcenschonender und nachhaltiger Einsatz der Mittel.

Teilnahmegebühren, Stipendien, Verein der Freunde

Die Internationale Sommerakademie erhebt Teilnahmegebühren. Die ISBK ist in Kooperation mit dem Verein der Freunde der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg bestrebt, Sponsoren und Geldgeber für Stipendien zu finden, damit begabte und bedürftige KünstlerInnen und Kunststudierende aus der ganzen Welt die Möglichkeit haben, an Kursen der ISBK teilzunehmen. Diese Stipendien umfassen immer die Kursgebühren in einigen Fällen auch Zuschüsse zu den Reise- und Aufenthaltskosten. Die Sommerakademie hat sich zum Ziel gesetzt, besonders auch KünstlerInnen und Kunststudierende aus den Ländern Ost- und Südeuropas die Teilnahme an den Kursen zu ermöglichen.

Qualitätssicherung

Die Internationale Sommerakademie versteht sich als lernende Institution, die sich im Dialog mit den Lehrenden und Teilnehmenden, den AuftraggeberInnen und EigentümervertreterInnen sowie der lokalen und internationalen Kunst- und Bildungsszene permanent weiterentwickelt.
Eine wichtige Rolle spielt dabei die Befragung und Evaluation durch die Lehrenden und Teilnehmenden.

Werte

Die ISBK ist den Grundsätzen von Diversität, Gendermainstreaming, Chancengleichheit und Antidiskriminierung verpflichtet. Ein schonender Umgang mit der Umwelt und den eingesetzten Ressourcen bestimmt ihre Entscheidungen in allen Bereichen. Der Umgang im Team und mit den Lehrenden und Studierenden ist geprägt durch Respekt, Toleranz, Wertschätzung, Neugier und Offenheit. Die Verantwortung für die Umwelt und die sozialen Bedingungen, unter denen Menschen leben und arbeiten, prägen das Handeln der ISBK.
Die ISBK ist bestrebt Barrierefreiheit in allen Bereichen sicherzustellen.