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Ruth Noack

Mit Kunstwerken denken
17.07.2017 – 29.07.2017

  • documenta 12, Kassel, 2007, Foto: © documenta Archiv / Julia Zimmermann
    Medium/Medien: Ausstellung
    Ort: Festung Hohensalzburg

    Sprachen: Englisch (primär) und Deutsch
    Mitzubringen ist: ein wacher Geist
    Voraussetzungen: keine, kuratorische Praxis ist aber hilfreich
    Maximale Anzahl der Teilnehmenden: 18
    Co-Lehrende: Grace Samboh
    Teilnahmegebühr: € 700,– (€ 540,–)

    ANMELDUNG


    Die globalisierte Kunstwelt von heute hat alle harten Fragen durch smarte kuratorische Praktiken ersetzt, die vorgeben, sich mit der Komplexität der Machtverhältnisse auseinanderzusetzen, während sie gleichzeitig Waren von einem Erdteil auf den anderen verschieben. Es ist Zeit, die Frage zu stellen, was sich diesem transnationalen Handel mit Objekten, Menschen und Netzwerken widersetzen könnte. Der Workshop widmet sich dem Widerstandspotenzial der Form, die sich gegen ihre schnelle Übertragbarkeit stellt. Dies ist nicht mit dem Widerstand selbst gleichzusetzen. Eine Form kann auch nur vorläufig unübertragbar sein. Es kommt auf den Kontext und die Mittel der Übertragung an. Ist Unübertragbarkeit also aktiv anzustreben, mit Wirkungsmacht auszustatten und in unsere Fantasien zu integrieren, wenn sie widerständig werden soll? Oder zeigt sich die Widerständigkeit gerade in der nicht-Fixierbarkeit der Form? Distanziert sie sich dadurch von einem Begriff des menschlichen Subjekts als handelnde Instanz? 

     

    Ausgehend von diesen Fragen werden wir im Team oder auch einzeln Ausstellungskonzepte entwickeln, wobei wir alle Schritte von der Diskussion über Recherche und Konzeption bis hin zur Umsetzung durchspielen werden. Ziel des Workshops ist nicht unbedingt, tatsächliche Ausstellungen zu realisieren, sondern im Prozess des Machens zu erfahren, wie sich die kuratorische Auseinandersetzung mit Kunstwerken als Durchdenken eines Problems betreiben lässt.